Hier dokumentieren wir die Pressemitteilungen von und aus unserem Bündnis. Rückfragen und Kontakt sind über nonazisnms[at]riseup.net möglich. Während der Vorabend-Demonstration am 30.4. in Kiel haben Medienvertreter_innen darüber hinaus die Möglichkeit, am Lautsprecherwagen in Kontakt mit Pressesprecher_innen zu treten.

____________________________________________________________
PRESSEMITTEILUNG des Landesweiten Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster, 01.05.2012

- 2000 Antifaschist_innen verhindern NPD-Demonstration in Neumünster
- Bewegung, Blockaden und Angriffe im gesamten Aufmarschgebiet machen Naziroute unpassierbar
- Kläglicher Versuch einer unangemeldeten Demo endet für 100 Nazis im Polizeigewahrsam
- Antirassistische Spontandemo zum Abschiebelager am Haart im Anschluss an Antifa-Aktivitäten
- Irene Bagdu (Antifa-Bündnis): „Dem entschlossenen und solidarischen Zusammenspiel antifaschistischer Basisaktivist_innen ist erfolgreicher 1. Mai zu verdanken!“

Insgesamt bis zu 2000 Antifaschist_innen insbesondere aus dem autonomen und dem gewerkschaftlichen Spektrum sorgten am heutigen 1. Mai 2012 mit zahlreichen Aktionen im direkten Umfeld der angemeldeten Naziroute für die weitestgehende Verhinderung einer NPD-Demonstration. Bereits am Vormittag errichteten etwa 300 Teilnehmer_innen der Gewerkschaftsdemo im Anschluss eine Menschenblockade auf dem Göbenplatz. Eine weitere Blockade von einer ebenso großen Gruppe größtenteils autonomer Antifaschist_innen entstand wenig später auf dem Hansaring Ecke Wasbecker Straße. Bereits vor dem planmäßigen Aufmarschbeginn war die Route der Nazis durch Blockaden und allgemeine Bewegung im Viertel dermaßen verstopft, dass sie nicht mehr passierbar gewesen wäre.

Da der größere Teil der insgesamt nichteinmal 150 Neonazis mutmaßlich in Kenntnis dieser Ausgangslage wider ihrer Anmeldung am Südbahnhof und nicht am Hauptbahnhof aus ihren Zügen stiegen und versuchten, von hieraus eine unangemeldete Ersatzroute durchzusetzen, konnten die antifaschistischen Blockaden bereits am Mittag wieder beendet werden. Durch Unfähigkeit und Selbstüberschätzung scheiterten die gut 100 NPD-Anhänger_innen mit ihrem Unterfangen nach nur wenigen hundert Metern jedoch kläglich, mussten umkehren und wurden nach einer sinnentleerten Sitzblockade schließlich komplett in Gewahrsam genommen. Zuvor kam es zu erfolgreichen Angriffen von militanten Antifaschist_innen auf die Neonazis am Südbahnhof.

Nach der Verhinderung der Neonazidemo demonstrierten etwa 300 Antifaschist_innen spontan vom Südbahnhof zum „Ausreisezentrum“ am Haart um praktische Kritik auch am staatlichen Rassismus in Form der
europäischen Abschottungspolitik sowie der Isolierung von Flüchtlingen in solchen Abschiebelagern zu üben und sich mit den davon betroffenen Menschen zu solidarisieren.

Irene Bagdu vom Landesweiten Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster wertete den heutigen Tag als Erfolg für die antifaschistische Bewegung: „Unser Aufruf „Naziaufmarsch blockieren – angreifen – verhindern!“ ist Realität geworden: Der Entschlossenheit und dem solidarischen Zusammenspiel von antifaschistischen Basis-Aktivist_innen verschiedener Spektren und ihrem direkten Agieren auf der angemeldeten Naziroute ist es zu verdanken, dass der Aufzug der NPD nicht stattfinden konnte. Sie waren es, die zu Blockaden aufgerufen und sie erfolgreich durchgesetzt haben, während die Stadtoberen mit Imagepflege und die Parteien mit Wahlkampf am anderen Ende der Stadt beschäftigt waren. Dass zahlreiche Antifaschist_innen heute nicht nur die Menschenfeindlichkeit der Nazis im Blick hatten, sondern anschließend mit einer Demo zum Abschiebelager auch den sich hier ausdrückenden institutionalisierten Rassismus des deutschen Staates zum Gegenstand der Kritik machten und den hiervon betroffenen Menschen solidarische Grüße ausrichteten, war wichtig.“

Bereits am Vorabend des 1. Mai waren am 30. April 2012 etwa 300 Menschen in Kiel mit einer antifaschistischen und revolutionären Demonstration unter dem Motto „Geschichte wird gemacht – Kapitalismus zu Geschichte machen!“ für die Perspektive einer menschenwürdigen Gesellschaft jenseits der bestehenden Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse auf die Straße gegangen.
____________________________________________________________
PRESSEMITTEILUNG des Vorbereitungskreis Vorabenddemonstration im Landesweiten Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster, 30.04.2012

- 300 Teilnehmer_innen auf revolutionärer und antifaschistischer 1. Mai-Vorabenddemo in Kiel
- Oleg Frahm (Demo-Vorbereitungskreis): „Erfolgreich an die Perspektive einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung jenseits des Kapitalismus erinnert. Morgen verhindern wir den Naziaufmarsch!“

Heute, am 30. April 2012 beteiligten sich 300 Menschen bei bestem Wetter an der antifaschistischen und revolutionären 1. Mai-Vorabenddemonstration durch die Kieler Innenstadt. Um im Vorfeld der Aktivitäten gegen den geplanten NPD-Aufzug am morgigen 1. Mai in Neumünster auch eigene inhaltliche Akzente rund um den traditionellen internationalen Kampftag der Arbeiter_innenbewegung zu setzen, hatte das Landesweite Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster hierzu unter dem Motto „Geschichte wird gemacht – Kapitalismus zu Geschichte machen!“ aufgerufen.

Un­ter­malt von Pyrotechnik und so­zi­al­re­vo­lu­tio­nä­ren sowie an­ti­fa­schis­ti­schen Pa­ro­len lief die Demo am frühen Abend von der Hol­ten­au­er­ Stra­ße durch die Kie­ler City bis zur Alten Meie­rei. In sechs ver­schie­de­nen Re­de­bei­trä­gen wurde auf den kri­sen­haf­te Ka­pi­ta­lis­mus und die Mög­lich­kei­ten und Schwie­rig­kei­ten sei­ner Über­win­dung, Neo­na­zis in Schles­wig-​Hol­stein vor und nach der Wahl, die ras­sis­ti­sche EU-​Flücht­lings­po­li­tik, die Mitte Mai be­vor­ste­hen­den Kri­sen­pro­tes­te in Frank­furt und den 1. Mai als in­ter­na­tio­na­len Kampf­tag der Ar­bei­ter_in­nen­be­we­gung für Würde und Eman­zi­pa­ti­on ein­ge­gan­gen. Der mor­gi­ge Na­zi­auf­marsch in Neu­müns­ter und die Ge­gen­ak­ti­vi­tä­ten wur­den auch aus­führ­lich the­ma­ti­siert.

Oleg Frahm vom Demo-Vorbereitungskreis zeigte sich zufrieden mit dem Tag: „In Zeiten der weltweiten Krise der kapitalistischen Ökonomie den bedrohlich aufkeimenden menschenfeindlichen und autoritären Krisenverwaltungsstrategien und ihrer ideologischen Begleitmusik ist es umso wichtiger an die Perspektive einer auf den Grundpfeilern Solidarität, Gleichwertigkeit und Freiheit bedürfnisorientiert wirtschaftenden Gesellschaft zu erinnern. Dies haben wir zum diesjährigen 1. Mai erfolgreich beitragen können. Morgen werden wir im Schulterschluss mit allen Antifaschist_innen und mit Kreativität und Entschlossenheit den menschenverachtenden NPD-Aufmarsch in Neumüster verhindern!“

Im An­schluss an die Demo lie­ßen sich viele Men­schen im Gar­ten der Alten Meie­rei nie­der und in­for­mier­ten sich bei Essen und Getränken über den ak­tu­el­len Stand zu den An­ti­fa-​Ak­tio­nen gegen den bevorstehenden Na­zi­auf­marsch. Zur Stun­de läuft bei bes­ter Stim­mung der Tanz in den Mai in der gut ge­füll­ten Alten Meie­rei bevor morgen Vormittag zahlreiche Antifa-Aktivist_innen gemeinsam den Weg nach Neumünster antreten werden.
____________________________________________________________

PRESSEMITTEILUNG des Landesweiten Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster, 28.04.2012

- Antifaschistische linke Gruppen wollen NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Neumünster verhindern
- Anreise von Antifa-Aktivist_innen aus ganz Norddeutschland erwartet
- Irene Bagdu (Antifa-Bündnis): „Direktes Vorgehen im Aufmarschgebiet der Nazis statt Wahlkampf und heuchlerische Symbolpolitik!“

Die Vorbereitungen der Aktivitäten gegen den NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Neumünster haben auch für die mobilisierenden Gruppen der antifaschistischen Linken die heiße Phase erreicht. Das Landesweite Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster verbreitete in den vergangenen Wochen norddeutschlandweit und im benachbarten Ausland zigtausende Flugblätter, führte zahlreiche Infoveranstaltungen durch und in vielen Städten Schleswig-Holsteins und darüber hinaus rufen u.a. Plakate im öffentlichen Raum auf: „Solidarität und Emanzipation statt nationalistischer Barbarei! Naziaufmarsch blockieren – angreifen – verhindern!“.

Am 1. Mai selbst erwartet das Bündnis eine Vielzahl Antifa-Aktivist_innen, die aus ganz Norddeutschland in Großgruppen nach Neumünster anreisen, um dafür zu sorgen, dass die neonazistische NPD ihren erhofften Wahlkampf-Höhepunkt in schlechter Erinnerung behält. Dazu sei es nötig, die symbolische Ebene der bloßen Absichtserklärungen bewusst zu überschreiten und direkt im und um das Aufmarschgebiet der Neonazis aktiv zu werden. Irene Bagdu vom Antifa-Bündnis dazu: „Wenn die Stadt Neumünster nach mindestens 15jähriger Duldung des international bekannten Nazi-Treffpunktes ‚Club88′ meint, Neumünster bei Bratwurst und Bier auf einmal jeder Realität zuwider zu einer bunten Stadt erklären zu müssen und sämtliche Parteien die öffentliche Aufmerksamkeit an diesem Tag für ihren Landtagswahlkampf ausnutzen wollen, ist das nicht nur heuchlerisch, sondern dem ganz konkreten Tagesziel aller Antifaschist_innen, den Naziaufmarsch zu verunmöglichen, nicht dienlich. Wir dagegen rufen dazu auf, direkt auf und an der Route der Nazis vielfältig aktiv zu werden und sich davon auch nicht durch ein martialisches Polizeiaufgebot abhalten zu lassen. Wir freuen uns auf die Entfaltung antifaschistischer Kreativität und Geschicklichkeit, wenn es darum geht dem menschenverachtenden Aufzug mitsamt seiner Protagonist_innen nachhaltig, unmissverständlich und selbstredend immer so friedlich wie möglich das Durchkommen zu vereiteln.“

Das Antifa-Bündnis unterstützt in diesem Sinne neben den kollektiven Anreiseplanungen auch den Aufruf des Kieler Jugendbündnis gegen Rechts zur Blockade um 11.15 Uhr in der Linienstraße Ecke Färberstraße und die
Kundgebung der VVN-BdA und der AJZ in der Friedrichstraße ab 11 Uhr. Bereits am 30. April, dem Vorabend des 1. Mai, wollen die linken Organisationen mit einer revolutionären und antifaschistischen Demonstration unter dem Motto „Geschichte wird gemacht – Kapitalismus zu Geschichte machen!“ eigene inhaltliche Akzente zum internationalen Tag der Arbeiter_innenbewegung setzen. Diese beginnt um 17 Uhr in der Holtenauer Straße Ecke Waitzstraße.
____________________________________________________________

PRESSEMITTEILUNG des Vorbereitungskreis Vorabenddemonstration im Landesweiten Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster, 27.04.2012

- Linke Organisationen rufen im Vorfeld des Naziaufmarsches in Neumünster zur revolutionären und antifaschistischen 1. Mai-Vorabend-Demo am 30.4. in Kiel auf
- Ab 17 Uhr Demonstrationszug von der Holtenauer Str./Waitzstr. durch die Innenstadt
- Oleg Frahm (Demo-Vorbereitungskreis): „Gegen die Ar­beit und die Herr­schaft der ka­pi­ta­lis­ti­schen Un­frei­heit – für die soziale Revolution!“

Um im Vorfeld der Aktivitäten gegen den geplanten NPD-Aufzug am 1. Mai in Neumünster auch eigene inhaltliche Akzente rund um den traditionellen internationalen Kampftag der Arbeiter_innenbewegung zu setzen, ruft das Landesweite Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster zu einer revolutionären und antifaschistischen Vorabend-Demonstration unter dem Motto „Geschichte wird gemacht – Kapitalismus zu Geschichte machen!“ am 30. April in Kiel auf. Politisches Ziel der Demo, die sich ab 17 Uhr in der Holtenauer Straße Ecke Waitzstraße zu einem Zug durch die Innenstadt formieren wird, ist es, in Zeiten der weltweiten Krise der kapitalistischen Ökonomie den bedrohlich aufkeimenden menschenfeindlichen und autoritären Krisenverwaltungsstrategien und ihrer ideologischen Begleitmusik die Perspektive einer auf den Grundpfeilern Solidarität, Gleichwertigkeit und Freiheit bedürfnisorientiert wirtschaftenden Gesellschaft entgegenzusetzen.

Oleg Frahm vom Demo-Vorbereitungskreis erläutert die Position der linken Organisationen: „Seit Jahren verschlechtern sich die Lebensbedingungen selbst in den privilegierten Metropolen dieser Welt rasant. Obwohl die vorhandenen technischen Möglichkeiten längst die Befriedigung der Bedürfnisse aller Menschen bei einem Minimum an harter Arbeit zuließen, wachsen Armut und prekäre Lebensbedingungen auch im reichen Europa,
während insbesondere in Deutschland auch die unsinnigste, mies bezahlteste und krankmachendste Arbeit als das höchste gesellschaftliche Ziel gilt. Dabei ist es gerade nicht das angebliche Leben über die Verhältnisse oder irgendeine vermeintliche Faulheit von Erwerbslosen oder Südeuropär_innen, die die derzeitige Weltwirtschaftskrise verursacht haben, wie die Ideologie zur momentanen autoritären Krisenverwaltungspolitik in Europa uns weismachen will. Hinter diesem ganzen Irrsinn steckt die im Kern zutiefst irrationale Logik des Kapitalismus, die die Menschen in gnadenlose Konkurrenz zueinander stellt und derzufolge lediglich für den Selbstzweck der Mehrwertschaffung, nicht aber zur Deckung der gesellschaftlichen und individuellen Bedürfnisse gearbeitet wird. Der Ar­beit und Herr­schaft dieser ka­pi­ta­lis­ti­schen Un­frei­heit setzen wir über nationale Grenzen hinaus unseren alltäglichen Widerstand entgegen und kämpfen für die Perspektive der sozialen Revolution. Denn ohne einen radikalen Bruch werden diejenigen, die aus ideologischen oder materiellen Gründen am katastrophalen Ist-Zustand festhalten wollen, ihr zerstörerisches Projekt leider sicher nicht zugunsten einer menschenwürdigen Gesellschaft einstampfen.“

Die Demonstration, die ausdrücklich Teil der Antifa-Mobilisierung am 1. Mai nach Neumünster ist, wird am linken Kultur- und Politikzentrum Alte Meierei enden, wo anschließend der Tanz in den Mai begangen wird.
____________________________________________________________

PRESSEMITTEILUNG des Landesweiten Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster, 11.04.2012

- Linke antifaschistische Gruppen rufen zur Verhinderung der NPD-Demonstration am 1. Mai in Neumünster auf
- Revolutionäre Vorabend-Demonstration am 30. April in Kiel als Auftakt der Gegenaktivitäten
- Irene Bagdu: „Ob Protest, Blockade oder Angriff: Gemeinsam werden wir den Naziaufmarsch verhindern!“
- Oleg Frahm: „Die Vernichtung des Faschismus mitsamt seiner Wurzeln bleibt unser Ziel.“

Gegen den geplanten Aufmarsch der neonazistischen NPD im Landtagswahlkampf am 1. Mai 2012 in Neumünster formiert sich breiter Widerstand. Neben zahlreichen Gewerkschaften, Verbänden und Parteien mobilisieren auch linke antifaschistische Gruppen unter dem Motto „Solidarität und Emanzipation statt nationalistischer Barbarei!“ gegen den Naziaufmarsch und rufen dazu auf, diesen zu blockieren, anzugreifen und zu verhindern. Irene Bagdu vom Landesweiten Antifa-Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster betont die hohen Erfolgsaussichten einer gegenseitigen Bezugnahme aller Nazigegner_innen und ihrer verschiedenen praktischen Ansätze: „Durch das solidarische Zusammenspiel verschiedener Aktionsformen werden wir im Schulterschluss mit allen Antifaschist_innen alles daran setzen, dass die Neonazis auch diesen Auftritt in schlechter Erinnerung behalten.“ Mit zahlreichen Mobilisierungsveranstaltungen im norddeutschen Raum will das Bündnis in den kommenden Wochen dafür werben, dass es auch zu einer starken überregionalen Beteiligung von Antifa-Aktivist_innen aus anderen Städten an den Aktionen kommt.

Bereits am Vorabend der Antifa-Aktionen in Neumünster wollen linke Gruppen am 30. April in Kiel mit einer revolutionären und antifaschistischen Demonstration im Sinne der linken Tradition des 1. Mai als internationalen Kampftag der Arbeiter_innenbewegung auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Geschichte wird gemacht – Kapitalismus zu Geschichte machen!“ wollen sie für die Perspektive einer menschenwürdigen Gesellschaft jenseits des Kapitalismus demonstrieren. Oleg Frahm vom Demo-Vorbereitungskreis erläutert die Motivation dieses eigenständigen öffentlichen Ausdrucks: „Die lebensfeindliche kapitalistische Logik bedeutet für den größten Teil der Menschheit ein durch Arbeit geknechtetes Leben in Ausbeutung oder gar den täglichen Kampf ums bloße Überleben, was in Zeiten der heftigsten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren nunmehr selbst im privilegierten Europa zunehmend Realität wird. Dass Verhältnisse, unter denen die Menschen durch eine zutiefst irrationale und unvernünftige Organisation der Ökonomie in gnadenloser Konkurrenz zueinander stehen, gerade auch in Krisenzeiten Ausgrenzungsideologien wie Rassismus, Antisemitismus, Sozialchauvinismus und Nationalismus in breiten Teilen der Gesellschaft befördern, liegt auf der Hand. Die bekennenden Neonazis spitzen diese Tendenzen mit ihrem mörderischen Programm letztendlich nur zu. Wir wollen nicht nur öffentliche Auftritte von Neonazis als Oberflächenerscheinung solcher Zustände verhindern, sondern nicht zuletzt als Konsequenz der deutschen Geschichte den Faschismus mitsamt seiner Wurzeln beseitigen. Das bedeutet ganz elementar, auch an der Überwindung des kapitalistischen Irrsinns zu arbeiten und den globalen Kampf um die Befreiung der Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückungsmechanismen jeder Art fortzuführen.“ Die Vorabend-Demonstration beginnt um 17 Uhr in der Waitzstr./Ecke Holtenauer Str. und endet an der Alten Meierei, wo anschließend der Tanz in den Mai begangen werden soll.