Naziaufmarsch blockiert – angegriffen – verhindert!

+++ Antifaschistische Mobilisierung und Aktionen verdammt gut +++ Naziaufmarsch verhindert +++ Nazis werden eingekesselt, in Gewahrsam genommen und aus der Stadt eskortiert +++ 2000 Menschen setzen klares Zeichen gegen Nazis +++

>> Pressemitteilung

Erstes Kurzfazit:

Bis zu 2000 Menschen setzten heute in Neumünster ein deutliches Zeichen gegen Nazis. Der von der NPD als Wahlkampfabschluss angemeldete Aufmarsch konnte durch engagierte antifaschistische Interventionen erfolgreich verhindert werden.

Die Nazis sammelten sich am Hauptbahnhof und am Südbahnhof, eine Demonstration konnte weitgehend verhindert werden. Der größere Teil der Nazis stand eine Zeit lang im Schleusberg und dann auf dem Holsatenring.

Ein bunter Blumenstrauss aus Sitzblockaden, Demos, Kundgebungen und direkten Aktionen schuf eine unkalkulierbare und unübersichtliche Lage in der Stadt. Die mit den Zügen aus Kiel und Hamburg angereisten Antifaschist_innen sowie Gewerkschaftsaktivist_innen bewegten sich im Viertel und verstopften so mehrere wichtige Knotenpunkte der Naziroute und hielten die Polizei auf Trab. Ein Mensch seilte sich mit einem antifaschistischem Transparent über der Naziroute ab, Nazis am Südbahnhof wurden mit Steinen angegriffen.

Es gab kein Durchkommen für die Nazis zu ihrem Auftaktort: Ein spontaner Aufzug der Nazis wurde wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz von der Polizei unterbunden. Diese im Holsatenring stehende Gruppe wurde nach einiger Zeit in Gewahrsam genommen. Am Auftaktort brachen etwa 30 Nazis jegliche Aktion aufgrund von mangelnder Zahl und des fehlens ihres Versammlungsleiters ab.

Weiterhin sind noch vereinzelt Nazis unterwegs, sie werden aber gerade von der Polizei aus der Stadt verfrachtet. Zur Zeit zieht eine antifaschistische Spontandemo durch die Neumünsteraner Innenstadt.

Das Motto der Kampagne „They shall not pass! Naziaufmarsch am 1.Mai blockieren – angreifen – verhindern!“ konnte durch engagierte und motivierte Antifaschist_innen durchgesetzt werden. Einen fetten Respekt geht an alle Menschen, die auf unterschiedlichste Art und Weise den Naziaufmarsch unmöglich gemacht haben.

Was uns Mut und Kraft gibt ist, dass die Form der Basisorganisierung Früchte getragen hat und einmal mehr verdeutlicht werden konnte, dass Antifaschismus von unten und nicht durch imagebesorgte Stadtobere oder wahlkämpfende Parteien organisiert und getragen werden muss.

Der Wahlkampf der NPD war kaum wahrnehmbar: Plakate hingen nur kurz, es gab keine nennenswerten Aktionen der Nazis im öffentlichen Raum und jetzt noch ein verpatzter Aufmarsch. Der desolate NPD-Landesverband Schleswig-Holstein hat momentan große Schwierigkeiten überhaupt mal ein Fuß an Deck zu bekommen. Damit dies so bleibt, gilt es auch über den 1. Mai hinaus, antifaschistisch aktiv zu sein und den Nazis keinen Meter zu überlassen.