Aktuelle Situation #1

Wir möchten Euch dazu einladen, am 1. Mai mit uns zusammen gegen den Naziaufmarsch in Neumünster vorzugehen! Dafür organisieren wir gemeinsame Anreisen per Zug aus Kiel und Hamburg und möchten Euch bitten, die demnächst von uns veröffentlichten und beworbenen Anreisetreffpunkte- und zeiten (!) aus Kiel und Hamburg zu nutzen.

Momentan kristallisiert sich heraus, dass die Polizei die Bahnhlinie als „natürliche Trennlinie“ zwischen NPD-Demonstration und Gegenkundgebungen nutzen will. Die Nazis starten nicht wie zunächst angemeldet vom Kleinflecken, sondern sollen über den Postparkplatz aus dem Bahnhof geschleust werden. Danach soll es nach aktuellem Stand über Hinter der Bahn, Linienstraße, Wippendorfstraße, Goebenstraße, Roonstraße, Färberstraße zurück zum Postparkplatz gehen. Ihre Route ist dementsprechend komplett auf der Innenstadt-abgewandten Seite der Schienen gelegen. Wir bereiten uns auf mehrere mögliche Szenarien vor, da momentan noch unklar ist, wie die Situation vor Ort genau aussehen wird. Es wird momentan davon ausgegangen, dass die Nazis sich schon ab 11 Uhr am Neumünsteraner Bahnhof sammeln könnten. Das Ziel wird sein, mit möglichst vielen Aktivist_innen auf die Naziroute zu gelangen und diese zu blockieren. Blockaden werden vom Antifa-Bündnis beworben und verstärkt werden, achtet diesbezüglich auf aktuelle Ankündigungen in den kommenden Tagen und am 1. Mai selbst. Vor Ort wird es eine öffentliche Infostruktur (Twitter-Ticker und Infotelefon) und einen Ermittlungsausschuss geben.

Es gibt neben dem Antifa-Bündnis das schon lange bestehende „Bündnis gegen Rechts“ und den „Runden Tisch für Toleranz und Demokratie“, der sich extra anlässlich des Naziaufmarsches gegründet hat. Gewerkschaften, Vereine und Verbände sowie die Parteien haben in der gesamten Innenstadt Veranstaltungen angemeldet, auf der anderen Seite der Schienen. Nennenswerte Anlaufpunkte für Antifaschist_innen neben den gemeinsamen Bahn-Anreisepunkten sind die DGB-Demonstration um 1o Uhr vom Großflecken zum Gewerkschaftshaus und die Kundgebung mit „Laut gegen Rechts“-Konzert des VVN-BdA ab 10 Uhr in der Friedrichsstraße. Letztere ist ursprünglich für den Postparkplatz geplant und angemeldet gewesen, was jedoch von der Polizei nicht genehmigt worden ist, um den Nazis eine sichere Anreise gewährleisten zu können. Ausgerechnet in unmittelbarer Nähe der AJZ, die in der Vergangenheit immer wieder von Nazi-Angriffen betroffen gewesen ist, will die Polizei stattdessen temporär eine staatlich national-“befreite“-Zone durchsetzen.

Info-Telefon: 0174 / 857 68 39
EA (Ermittlungsausschuss): 0160 / 160 87 60